• Ernst Jünger und die Jugendbewegung

Ernst Jünger und die Jugendbewegung

DOI: https://doi.org/10.19195/0435-5865.147.4
Natalia Żarska
Google Scholar Natalia Żarska
Publikacja:

Abstrakt

Das Ziel des Beitrages ist es, die Spuren der Jugendbewegung in Ernst Jüngers Texten zu untersuchen. Jünger selbst war ein Mitglied des Wandervogels und seine erste Veröffentlichung – ein Jugendgedicht – schildert den Alltag der Wanderer. Die publizistischen und fiktionalen Texte des reifen Schriftstellers distanzieren sich allerdings von dem Sprössling der Lebensreform. Die Erzählung Afrikanische Spiele verspottet die Jugendbewegung, präsentiert sie als etwas Unseriöses, als eine Art Kostüm, mit dem sich die Jugend verkleiden kann, wenn sie gegen ihre Eltern und Erzieher ‚rebellieren‘ will. Demgegenüber schlägt der nationalistische, immer um die deutsche Jugend bekümmerte Journalist Ernst Jünger ‚scharfe männliche Zucht‘, Ordnung und Disziplin vor, die nur harte Körperarbeit zugunsten des Vaterlandes bringen kann. Der nach der Machtergreifung nach innen emigrierte Jünger begrenzt sich dazu, der Jugend geheime Männergesellschaften von kritisch Denkenden, das tapfere Leben inmitten einer Feuerlandschaft schmackhaft zu machen.

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